Spieltechnik
Saxophone zählen zu den Holzblasinstrumenten und wurden bereits im 18. Jahrhundert erfunden und später in Frankreich zum Patent angemeldet. Der Erfinder Adolphe Sax hatte zwar eine hauptsächliche Verwendung seines Instrumentes für Sinfonieorchester geplant, musste sich aber zunächst damit begnügen, dass das Saxophon alleinig bei Militärkapellen zum Einsatz kam – die großen Komponisten seiner Zeit wollten das neue Instrument nicht für ihre Sinfonie-Kompositionen berücksichtigen. Erst mit der neuen Musikrichtung Jazz, welche Anfang des 20. Jahrhunderts im Süden der USA entstand, fand das Saxophon endlich einen festen Platz in der Welt der Musikinstrumente und wird inzwischen vielfältig als Konzertinstrument und in der Tanzmusik verwendet. Das Instrument wird zum Spielen mit seinem abgeschrägten Mundstück so in den Mund genommen, dass die Schneidezähne mittig auf der Schrägfläche aufliegen. Über die unteren Zähne wird leicht die Unterlippe gelegt, wobei allerdings jeglicher Druck durch die Zähne vermieden werden sollte. Die notwendige Lippenspannung wird einzig durch die Mundmuskulatur aufgebaut, wobei die Mundwinkel leicht angehoben werden. Der Spieler übt mit seinem Zwerchfell nun Druck aus ohne jedoch Luft in die Mundbacken abzugeben, wobei die linke Hand zur Instrumentenbedienung dient. Die Oktavklappe wird mit dem Daumen bedient und die rechte Hand übernimmt die untere Führung. Die drei Mittelfinger bedienen folglich die Klappen und der kleine Finger hat jeweils mit Rollen verbundene Klappen zu bedienen. Außer für die kleinen Modelle empfiehlt sich beim Spielen hier stets ein Tragegurt um unnötige Entzündungen zu vermeiden. Besonders junge Saxophonisten müssen hier auf eine ausreichende Entlastung und Vermeidung einseitiger Überbelastung Wert legen. Notwendige Saxophon-Blätter sind beispielsweise beim Hersteller Vandoren in guter Qualität zu bekommen.