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Schmuck der Sumerer



Die Königsgräber von Ur geben Aufschluss über den Schmuck in der Kultur der Sumerer, die im südlichen Mesopotamien lebten. Die Grabbeigaben datieren um 2500 vor Christi Geburt. Am Königshof der Sumerer war es zu jener Zeit üblich, dass zusammen mit ihrem verstorbenen Herrn auch seine Wachen, Diener und Musiker begraben wurden. Da die Sitten es verlangten, mussten auch diesen Bediensteten Schmuck und andere wertvolle Gegenstände ins Grab mitgegeben werden. So sind in diesen Königsgräbern zahlreiche Schmuckstücke der unterschiedlichen sozialen Schichten erhalten geblieben.

Es wurden Schmuckstücke aus Gold mit Karneol, Lapilazuli und Achat gefunden, die wegen ihrer exzellenten Machart auf eine beeindruckende Goldschmiedekunst schließen lassen. Aus Blattgold geschnittene Blätter mit an Blattadern erinnernden eingestanzten Strukturen, sowie Scheiben und Bänder aus Blattgold bildeten zusammen mit goldenen Perlen und verzierten und rot und blau eingefärbten Steinperlen reichen Schmuck. Auch Kopfschmuck, verziert mit Blüten und Blättern aus Blattgold, wurde von den Sumerern gern getragen.

Besonders beeindruckende Schmuckstücke lagen im Grab der Königin Pu-abi. Ihr Totengewand war eine über und über mit Perlen besetzte Robe, von drei goldenen Nadeln auf der Schulter zusammengehalten. Auch ihr Gürtel und ihre Strumpfhalter waren mit reich verzierten Steinperlen besetzt. Mehrere Halsketten, große Ohrringe und an jedem Finger ein Ring bildeten ihre Schmuckausstattung. Noch aufwändiger als die Bekleidung und der Schmuck war der Kopfschmuck, den man bei der Königin fand. Dieser war sehr kompliziert gestaltet aus Bändern mit röhrenförmigen Perlen und verziert mit Scheiben aus Lapislazuli und Gold sowie zu Girlanden aufgereihten Goldblättern. Eine Krone mit drei stilisierten Goldblüten, auf miteinander verflochtenen Goldbändern thronend, bildete das Oberteil dieses Kopfschmucks. Ihre 63 Bediensteten fand man ebenfalls in dem Grab, alle reich geschmückt. Die Diener trugen Brustpanzer mit Verzierungen, Armbänder an den Ober- und Unterarmen sowie Ohrringe und Kette. Die Dienerinnen waren herausgeputzt mit Haarbändern aus geflochtenen Goldbändern, Halsbänder und Ketten, Ohrringe, Armbänder und mehrere Ringe.

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Schmuck der Sumerer ist Beitrag Nr. 194
Autor:
schmuckelster am 26. Januar 2008 um 09:03
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Kultur
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