Billige DSL-Tarife gefragter als Premiumangebote
DSL-Tarife müssten laut Branchen-Experten eigentlich teurer sein als sie es derzeit in Deutschland sind. Die DSL-Tarife sind durch den zugespitzten Wettbewerb so günstig geworden, dass die DSL-Anbieter nur noch in Trippel-Schritten zu Renditen kommen. Doch das Verhalten der Kunden, die in Strömen zu Billiganbietern laufen, verhagelt die Bilanzen derjenigen DSL-Anbieter, die nur teure DSL-Tarife im Angebot haben.
Die Hochzeitsregel „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“, wird von den Kunden, die auf dem Markt günstige DSL-Tarife suchen, sehr ernst genommen. Zwar bindet man sich an die Anbieter der DSL-Tarife nicht ewig, aber immerhin für in der Regel zwei Jahre. Kürzer sind die Vertragslaufzeiten selten. Entsprechend genau werden die DSL-Tarife durch die Verbraucher abgeklopft und geprüft. Detailliert werden die DSL-Tarife verglichen und unter die Lupe genommen. Die Entscheidung fällt dann meistens so aus, dass billige Tarife ohne Schnickschnack bevorzugt werden. Premium-Anbieter, die Komplettpakete mit umfangreichen Zusatzleistungen anbieten, werden von vielen Verbrauchern einfach links liegen gelassen und ignoriert.
Die DSL-Anbieter brauchen ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Kunden. Nur, wer den Vergleich der DSL-Tarife, der von den Verbrauchern durchgeführt wird, nicht scheut, hat eine Chance, sich als DSL-Anbieter auf Dauer zu bewähren. Standfestigkeit ist genauso wichtig wie eine goldene Nase. Die Chefs der DSL-Anbieter haben es nicht leicht.