Trend zum Tagesgeld ungebrochen
Schaut man sich die aktuellen Meldungen verschiedener in- und ausländischer Kreditinstitute einmal genauer an, kann man bestätigen: der Trend zum Tagesgeldkonto ist ungebrochen.
Zu verdanken haben wir diesen Umstand dem Aufeinandertreffen mehrerer Faktoren. Da wäre zum einen die Finanzkrise mit den durch sie ausgelösten Turbulenzen an fast allen weltweiten Börsenplätzen. Zum anderen kommt ein steigender Leitzins dazu, der immer mehr Banken veranlasst, die Zinsen ihrer Tagesgeldangebote anzuheben. Und drittens ist es das Sicherheitsbedürfnis der Privatanleger, welches diese Zuflucht in sicheren Anlageformen suchen lässt.
Das Tagesgeld ist dabei eine der präferierten Anlageformen, vereint sie doch unmittelbare Verfügbarkeit des angelegten Geldes mit hoher Sicherheit – letzteres zumindest bei so gut wie allen inländischen Banken. Selbst bei ausländischen Banken legen deutsche Sparer aus diesen Gründen Millionen an Euro an.
So vermeldet die niederländische ING steigende Kundenzahlen und ein kontinuierliches Wachstum beim Einlagengeschäft mit privaten Kunden. Deutsche Kreditinstitute können gar mit noch höheren Einlagen ihrer Kunden aufwarten. Dabei verstärkt sich dieser Trend sogar noch, solange die Zinsen aufs Tagesgeld steigen, wie sie es seit nunmehr rund zwei Jahren tun.
Inzwischen bieten bereits mehrere Kreditinstitute über 5 Prozent Zinsen – zumindest für die ersten meist sechs Monate nach der Kontoeröffnung. Aufs Jahr gerechnet bewegen sich aktuelle Tagesgeldkonten im Bereich von 4,50 bis 5,00 Prozent Jahreszins, wobei die höchstverzinsten Konten nicht immer die besten sein müssen, man denke etwa an die Sicherheit der Einlagen.