Geldanlage und Kapitalanlage
Aktien sind Anteilsscheine eines Kapitals. Wer beispielsweise eine Aktie des VW-Konzerns besitzt, dem gehört ein Stückchen von Volkswagen. Jeder, der einen Geldbetrag anlegen möchte, sucht eine möglichst gewinnbringende Geldanlage, aber auch hohe Sicherheit für die Kapitalanlage. Nun wissen wohl inzwischen alle: das Sparbuch ist keine gute Geldanlage, da die Zinsen auf diese Anlageform lächerlich niedrig sind. Noch nicht einmal die Inflationsrate wird mit einem Sparbuch abgedeckt. Also doch vielleicht Aktien als Geldanlage? Ängstliche Gemüter überlegen sicherlich, ob man eine so risikoreiche Kapitalanlage wählen sollte. Nun muss man das aber eher langfristig sehen; wenn Aktien auch kurzfristig einmal fallen können – das sei nicht verschwiegen -, so sind sie doch auf lange Sicht die beste Kapitalanlage. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass im Verlauf von einigen Jahren Aktien die größte Rendite abwerfen und deshalb einen sehr guten Schutz vor der Inflation und deren Folgen bieten. Kurzfristig kann natürlich eine Geldanlage in Aktien möglicherweise ein hohes Risiko, aber auch einen hohen Gewinn bedeuten. Kurz gesagt, die Schwankungen der Rendite sind bei Aktien sehr hoch, aber als langfristige Kapitalanlage sind Aktien und Aktienfonds nicht zu schlagen. Dazu kommt noch die Dividende, die Beteiligung der Aktionäre am Gewinn des Unternehmens. Die Höhe der Dividende kann stark schwanken; es gibt auch Unternehmen, die keine Dividende auszahlen. Wenn zum Beispiel eine größere Investition ansteht, kann die Hauptversammlung beschließen, dass die Aktionäre in dem betreffenden Jahr auf eine Gewinnbeteiligung verzichten müssen. Es bleibt aber immer noch der Kursgewinn. Ein erfolgreiches Unternehmen wird im Wert steigen, damit auch der Wert der Aktien dieses Unternehmens und damit das Kapital des Aktienbesitzers.