Virenschutz
Schutz vor Computerviren bieten so genannte Antivirenprogramm. Manche Anbieter bezeichnen ihre Produkte auch als Virenschutz oder Virenscanner. Ein Antivirenprogramm ist eine Software, die je nach Umfang vor Computerviren, Würmern und Trojanischen Pferden schützt. Diese werden aufgespürt und können dann vom Programm blockiert oder gelöscht werden. Ein größerer Systemschaden und ein damit einhergehender Datenverlust können so oft verhindert werden. Hierbei gibt es verschiedene Arbeitsweisen, die bei guten Virenprogrammen kombiniert sind und die die Computersicherheit beträchtlich erhöhen können.
Am wichtigsten ist der so genannte Echtzeitscanner. Dieser ist stets im Hintergrund aktiv und überwacht Dateien, Programme und den Arbeitsspeicher. Gescannt wird entweder beim Öffnen oder beim Erstellen bzw. Ändern von Dateien. Diese Einstellungen sind oft individuell und sollten mit dem eigenen Arbeitsverhalten abgestimmt werden. Häufig werden die Funktionen des Echtzeitscanners auf wichtige Vorgänge beschnitten, um die Belastung des laufenden Systems zu verringern.
Einen gründlicheren Virenschutz bietet da der manuelle Scanner. Dieser wird vom Benutzer selbst in Gang gesetzt und kann je nach Konfiguration die gesamte Festplatte oder auch nur bestimmte Teile durchsuchen. Solche Scans sollten mindestens wöchentlich durchgeführt werden. Wird schädliche Software entdeckt, erscheint eine Warnmeldung und anschließend die Möglichkeit, den betroffenen Schädling zu isolieren oder zu löschen.
Online-Virenscanner werden meist zur schnellen Überprüfung benutzt. Ihre Datenbanken sind stets aktuell, allerdings ist der Online-Virenscanner kein präventiver Virenschutz. Er eignet sich gut zum Reinigen und um einen Virenverdacht des eigenen Programms gegenzuprüfen. Durch die Verbindung mit dem Internet ist allerdings eine weitere Ansteckungs- und Verbreitungsquelle gegeben.
Je nach Nutzung des eigenen Systems sind weitere Arten von Virenschutz sinnvoll. Es gibt Scanner, die den Netzwerkverkehr analysieren und bei verdächtigen Datenpaketen den Datenverkehr sperren. Des Weiteren gibt es Programme für die Prüfung von E-Mails.
Ein großes Problem für den Virenschutz ist stets die Aktualität. Neue Viren und Würmer können sich rasend schnell verbreiten bevor Gegenmaßnahmen programmiert wurden. Daher ist es unabdingbar, seinen Virenschutz regelmäßig zu aktualisieren. Wie bei der Datenrettung gilt auch beim Virenschutz: vorsichtiges Handeln kann viele unangenehme Folgen ersparen. Man sollte ein möglichst sicheres System betreiben und zum Beispiel niemals unbekannte Dateien öffnen.