Fight Games – eine Spielespaß anderer Art
Sogenannte “Prügelspiele” sind oft die ersten Opfer des Jugendschutzes in Deutschland. Ausschweifende und Detail getreue Gewaltszenen sind der hauptsächliche Spielinhalt solcher Produkte. Die Story ist praktisch nicht existent. Der Grund, warum Spiele dieser Art sich trotzdem so großer Beliebtheit erfreuen, liegt genau darin, dass sie so schnell verboten und zensiert werden.
Der Reiz daran ist zweifelsfrei auch der Spielspaß, allerdings zeigen die Charts einen deutlichen Anstieg der Popularität, sobald das Spiel auf dem deutschen Markt nicht mehr gehandelt werden darf oder zensiert ist. Einige gewisse Spieleserien beweisen dies regelmäßig.
Kritiker der Jungendschützer, und aber auch zahlreiche Spieler führen nur zu gerne an, dass Fight Games keinen Bezug zur Realität haben und darum auch nicht wirklich als falsche Vorbilder dienen können. Das Argument der Gegenseite ist allerdings für alle auch nur zu leicht verständlich, mehrere Stunden pro Tag solchen Gewaltszenen ausgesetzt zu sein, desensibilisiert und schafft eine übergroße Gewaltbereitschaft.
Bei allem Für und Wider sollte der Beitrag dieser Spiele für die Computerspielindustrie im Allgemeinen aber nicht vergessen werden. Fight Games waren die ersten Automatenspiele, die wirklich ganze Besucherströme in die Spielhallen lockten. Sie waren da erfolgreich, wo alle Simulationen und Arcaden gescheitert sind, nämlich das Computerspielen einem breiten Publikum näher zu bringen.