Regeln im Golfsport
Auf einem Golfplatz herrschen, ähnlich wie im Straßenverkehr, Regeln und Vorschriften, die das Spielgeschehen steuern und lenken sollen. Dabei sind die originalen Golfregeln ein Werk von mehreren Hundert Seiten, die drei wichtigsten Regeln werden in jedem Golfkurs vermittelt und stechen heraus : Die wichtigste Regel lautet, aufpassen, dass niemand sich in Schlagrichtung aufhält, um die Gefahr, durch einen fliegenden Golfball verletzt zu werden, auszuschließen. Die zweitwichtigste Regel lautet : schone den Platz, spiele immer so, dass der Platz nicht über Gebühr leidet. Und die dritte, wesentliche Regel lautet : fair play. In der Golf-Etikette, die Teil des Regelwerkes ist, wird ebenfalls die Spielreihenfolge auf dem Golfplatz geregelt, denn besonders an Wochenenden und bei Turnieren sind zumeist mehrere Golfer in verschiedenen Spielrunden auf dem Platz. Dabei darf ein Zweiballspiel, also eine Golfpartie von zwei Spielern, am kommenden Loch ein Dreiballspiel, also drei Golfer die sich im Spiel messen, überholen. Diese wiederum dürfen ein Vierballspiel überholen usw. Allen gemein ist jedoch, dass sie Vorrang vor den Einzelspielern haben. Selbstverständlich sind abweichende Absprachen der Golfer untereinander möglich und situativ auch notwendig, schliesslich könnte eine Gruppe von Anfängern die nach ihnen aufschlagenden Spieler verlangsamen. Die Golfbälle sind mit Nummern bedruckt, die am Abschlag von jedem Green von den Spielern angesagt werden, um Verwechselungen zu vermeiden. Hat ein unglücklicher Spieler seinen Ball dann verschlagen, so kann er einen neuen Ball nominieren, der Strafpunkt für den verlorenen Ball wird dennoch gewertet. Doch da ein Spieler normalerweise mindestens ein Dutzend Bälle in seinem Golfbag mit sich führt, ist zumindest ein Weiterspielen nach einem solchen Malheur möglich. Die verlorenen Bälle werden dann üblicherweise von den Greenkeepern eingesammelt und im Clubhaus verkauft. Dieses ist in den Regeln mit dem Passus bestimmt, dass ein verlorener Ball nach fünf Minuten in das Eigentum des Finders übergeht. In der Praxis dürfen jedoch auch längere Suchpausen eingelegt werden.