Es ist alles wasserdicht
Vor dem 18. Jahrhundert wurde alles schriftlich Abgefasste mit Gedicht bezeichnet, man könnte fast sagen: “es war dicht”.
Im 18. Jahrhundert wird der Begriff Gedicht nur noch im poetischen verwendet. Poetik, Lyrik, Poesie um nur einige Ausdrucksformen zu nennen werden heute volkstümlich als Gedichte umschrieben und gerne gelesen. Heute beschäftigt sich im Durchschnitt nur jeder zweite mit Lyrik in alter bewährter Form.
Eine ganz neue Form könnte durch Liedertexte entstanden sein, welche durch Vertonung leichter Zugang zur Bevölkerungsgruppe Einzug gehalten hat.
Im Mittelalter zogen die Minnesänger durch die Lande. Die gesungene Lyrik überlieferte dem Adel, aber auch dem einfachen Volk, so manche Gedichte durch den Minnesang.
Die ersten Minnesänger zeichnete man in Frankreich auf. Dort wurden sie Troubadours genannt. Nach dem provenzalischen Vorbild entstand dann auch in der deutschen Sprache der Minnegesang. Man bezieht sich hier auf Friedrich von Hausen, der durch seine weiten Reisen, dies mit in die Heimat brachte.
In der Minnedichtung wurde vorrangig die Liebeslyrik besungen. Die Inhalte bezogen sich auf unerfüllte Liebe und lobten die Angebetete in den schönsten Farben. Im so genannten Frauenlied wird der Minnedienst aus Sicht der Frau betrachtet. Wie so oft fand das Liebespaar hier nicht zusammen und es fand eine dramatische Trennung statt.
Das berühmteste Liebespaar, das wohl jeder kennt, ist in Shakespeares Romeo und Julia bis heute zu erkennen.